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Size Zero 2.0 ist seit heute offen — was drinsteckt und was ich vom 10-Wochen-Versprechen halte

Weil hier regelmäßig nach strukturierten Programmen gefragt wird: Seit heute, dem 30. Juli, ist die zweite Version von Size Zero offen. Ich schreibe das hier rein, weil ich die Diskussion darüber interessanter finde als den Launch selbst, und weil das Thema Zehn-Wochen-Programme hier ohnehin regelmäßig aufschlägt.

Vorweg das Wichtigste, damit niemand etwas Falsches erwartet: Ich habe die neue Version nicht getestet, das kann heute schlicht noch niemand. Was ich beschreibe, ist der angekündigte Inhalt, und was ich einordne, ist das Konzept dahinter.

Hinter dem Programm steht Julian Zietlow. Der Aufbau ist ein 70-Tage-Plan aus Training und Ernährung, ausgespielt über eine Web-App, in der man auch seine Fortschritte einträgt. Die Trainingspläne wechseln wöchentlich, die Ernährungspläne ebenfalls, jeweils mit konkreten Mengenangaben. Die Einheiten sind mit 30 bis 45 Minuten angesetzt, und an Ausrüstung braucht es laut Anbieter nur Kurzhanteln und eine Matte.

Was mir beim Durchlesen positiv aufgefallen ist: Es gibt verschiedene Trainingslevel von Anfänger bis Fortgeschritten, und bei der Ernährung mehrere Varianten — Low Carb, High Carb, vegan, vegetarisch, dazu neu Pläne für Schwangerschaft, Stillzeit und zyklusorientiertes Training. Genau das ist der Punkt, an dem viele Standardprogramme auseinanderfallen, weil sie eine einzige Vorlage für alle haben.

An der Stelle aber ein deutlicher Hinweis von mir: Wenn ihr schwanger seid oder stillt, klärt das bitte vorher mit eurer Ärztin oder eurem Arzt ab, unabhängig davon, was ein Plan verspricht. Das gilt genauso bei Vorerkrankungen, Gelenkproblemen oder wenn ihr Medikamente nehmt. Ein Onlineprogramm kann diese Einschätzung nicht ersetzen, und kein seriöser Anbieter würde das behaupten.

Jetzt zum Punkt, um den es mir eigentlich geht: dem Zehn-Wochen-Rahmen. Ich sehe den zwiespältig, und zwar aus Erfahrung mit mir selbst. Auf der Habenseite steht, dass ein festes Ende motiviert. Zehn Wochen sind überschaubar, man kann sie im Kalender einplanen, und man weiß an jedem Tag, wo man steht. Für Leute, die immer wieder nach drei Wochen aussteigen, ist das ein echter Vorteil gegenüber einem offenen „ab jetzt ernähre ich mich besser“.

Auf der Sollseite steht die Erwartung, die so ein Zeitraum erzeugt. Was in zehn Wochen passiert, hängt von Ausgangsgewicht, Alltag, Schlaf, Stress und Konsequenz ab, und diese Faktoren unterscheiden sich zwischen zwei Personen erheblich. Ergebnisse, die irgendwo als Beispiel gezeigt werden, sind individuell und lassen sich nicht übertragen. Wer mit einer festen Kilozahl im Kopf startet, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit enttäuscht, selbst wenn er alles richtig macht.

Mein persönlicher Maßstab ist deshalb ein anderer geworden. Ich frage mich am Ende eines Programms nicht, wie viel weniger die Waage zeigt, sondern ob ich danach weitermache. Ein Plan, der zehn Wochen funktioniert und danach abbricht, hat mir langfristig nie etwas gebracht. Einer, der mir Gewohnheiten mitgibt, schon.

Was mich am Konzept trotzdem anspricht, ist die Kombination aus beidem. Training und Ernährung in einem Plan, statt sich das aus zwei Quellen zusammenzusuchen, die nicht aufeinander abgestimmt sind. Dazu eine Community und ein Support, der laut Anbieter innerhalb eines Tages antwortet. Wer schon mal mit einem PDF-Plan allein dagesessen ist, weiß, wie viel das ausmacht, wenn eine Übung unklar ist.

Transparenz an dieser Stelle: Ich verlinke über einen Partnerlink und bekomme etwas, wenn jemand darüber startet. Wer sich das ansehen will, findet alle Programminhalte auf der Startseite. Über den Namen findet man es auch ohne meinen Link.

Was ich jedem raten würde, unabhängig vom Programm: Fangt nicht in einer Woche an, in der ohnehin schon alles voll ist. Ich habe zweimal genau das gemacht und beide Male nach acht Tagen abgebrochen, nicht weil der Plan schlecht war, sondern weil ich mir die Zeit nicht freigeräumt hatte.

Und noch etwas: Fotos und Maße am Anfang, nicht nur das Gewicht. Die Waage bewegt sich gerade zu Beginn unregelmäßig, weil Wasser und Verdauung mitschwanken. Wer nur darauf schaut, wirft in Woche drei hin, obwohl sich sichtbar etwas tut.

Mich würde interessieren, wie ihr das seht: Kommt ihr mit befristeten Programmen besser klar als mit dauerhafter Umstellung? Und hat jemand von euch Erfahrung mit der ersten Version, die hier einordnen könnte, was von der Struktur her taugte?